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Was kostet denn der Führerschein...?
Eine der beliebtesten ersten Fragen: "Wie viel kostet denn der Führerschein?" Da meine Glaskugel derzeit kaputt ist, wäre jede Vermutung eine Anmaßung und auch gesetzeswidrig - ich kann einfach nicht sagen wie schnell und gut jemand, den ich gerade erst kennen gelernt habe, in der Zukunft lernen will/wird.
Der ADAC hat dazu übrigens einen guten Artikel veröffentlicht: "Wieviel kostet ein Führerschein?"
Noch Etwas Aufklärungsarbeit...
In letzter Zeit kamen immer wieder „interessante“ allgemeine Annahmen und Fragen in Bezug auf den Betrieb einer Fahrschule auf. Ich wollte mich nie rechtfertigen oder erklären, aber es gibt wohl ein paar Missverständnisse aufzuklären:
„Musst du das Benzin jetzt noch als Fahrschule bezahlen?“
Ja, unseren Treibstoff müssen wir ganz regulär selbst bezahlen, ohne Vergünstigungen.
„Kannst du dir das Auto aussuchen? Dann hol dir doch nen X5 oder so!“
Wir Fahrschulen bekommen unsere Autos nicht geschenkt, im Regelfall nicht einmal günstiger. Die Kosten für Leasing oder Finanzierungen liegen aufgrund der hohen Kilometerleistung sogar um ein Vielfaches höher als von einer Privatperson, die mit 20K Kilometern im Jahr auskommt.
„Das kostet dich doch sonst nix.“
Zu den Kosten der Fahrzeuge selbst, kommt natürlich ein vergleichsweise hoher Versicherungsbeitrag. Der Verschleiß und die Reparaturkosten sind selbstredend sehr hoch. Dazu kommen regemäßige spezielle Fahrzeugüberprüfungen durch den TÜV. Zudem müssen die Fahrzeuge von einer Spezialwerkstatt umgebaut werden.
„Du kannst ja jetzt so viel Urlaub machen wie du willst.“
Selbstständig bedeutet selbst und ständig. Im Urlaub und bei Krankheit kann man keinen Umsatz generieren und muss die laufenden Kosten natürlich weiter tragen. Damit ist jeder Tag ohne Arbeit ein Verlustgeschäft.
„Dafür kannst du dir ja jetzt alles selbst einstecken.“
Schöner Gedanke. Zwar sind Fahrschulinhaber für beispielsweise Klasse B oder BE Freiberufler, bilden steuerrechtlich aber die Ausnahme und sind voll steuerpflichtig (Umsatz- und Einkommenssteuer). Die einen bleiben dabei freiwillig gesetzlich versichert, die anderen sind mit einer Privatversicherung vorerst günstiger dran. Eine wahnwitzigste Schätzung lag diesbezüglich mal bei 30 Euro im Monat für eine solche Krankenversicherung – pro Tag ist diese Summe schon realistischer angesetzt.
„Lass das doch alles machen und hol noch ein paar Sofas dazu.“
Räumlichkeiten, Einrichtungen oder Lehrmaterialien bekommen wir tatsächlich nicht kostenlos gestellt. Auch die kleinen Snacks oder Getränke kaufen wir selbst ein um sie dann zu verschenken.
